
Die heutige Maskenfigur des Narrenvereins existierte bei der Gründung im Jahr 1930 noch nicht. Damals feierte man vom „Schmotzigen“ bis zur Fasnetsverbrennung in verschiedensten Verkleidungen ausgelassen Fasnet. Das Bett blieb während dieser Tage meist unbenutzt. Als Nachfolger des „Lugenbeutelvereins“ wählte die Kameradschaft deshalb den Namen „Bettschoner“. Das erste einheitliche Häs war das des „Hemmadglonkers“, der, im Nachthemd gekleidet, durch die Straßen zog. So entstand erstmals eine gemeinsame Figur, die dem Fasnachtstreiben Struktur verlieh.
In den 1960er-Jahren entwickelte sich daraus die heutige Narrenfigur mit eigener Maske. Das Oberteil erinnerte an ein altes Nachthemd, auf dessen Rückseite ein leeres Bett aufgemalt war. Dazu gehörten eine weiße Hose und eine Zipfelmütze. Um wach zu bleiben, „stützt“ der Bettschoner seine Augenlider mit einem Streichholz. Die ersten Masken wurden von Gründungsmitglied und Maler Anton Breining bemalt, später von „Zunft- und Hofmôler“ Wolfgang Schmid verfeinert. In den 1990er-Jahren wurde das traditionelle Häs überarbeitet und modernisiert. Zum Ringtreffen 2000 konnten sich alle 40 Maskenträger in ihrem neuen „Bettschoner-Kleidle“ präsentieren.
Das neue Häs zeigt typische Nachtsymbole: Katze und Eule zieren die Vorderseite, auf dem Rücken prangt die „geschonte Bettlad“, das Weitinger Fasnetszeichen. Fledermäuse schmücken die Hosenbeine. Auf der Vorderseite ist ein Bettschoner-Paar dargestellt. Er singt im Nachthemd ein Lied für seine Angebetete. Kleine Details wie Glöckchen, bunte Halstücher und die Laterne runden das Bild ab. Sinnbild dafür, dass die Bettschoner mit Humor, Licht und Herz durch die Fasnetsnächte ziehen.

Gruppenleitung
Sabine Schwab

